Haus zur Sonne (Thomas Melle)

Roman · Kiepenheuer & Witsch · erschienen am 14. August 2025 · 320 Seiten

Worum geht’s?

Ein Ich-Erzähler, psychisch krank und lebensmüde, stößt auf den Flyer einer staatlich finanzierten Einrichtung: das „Haus zur Sonne“. Dort dürfen sich todkranke und verzweifelte Menschen jeden Wunsch erfüllen lassen – in aufwendigen Simulationen –, bevor sie freiwillig aus dem Leben scheiden. Der Erzähler checkt ein.

Melle bewegt sich an der Grenze zwischen Autobiografie und Fiktion und knüpft an sein Buch Die Welt im Rücken (2016) über seine bipolare Störung an. Im Mittelpunkt stehen die Fragen: Wie selbstbestimmt ist ein kranker Mensch? Will, wer nicht mehr leben will, wirklich sterben? Und was bleibt, wenn man sich vor allem wünscht, überhaupt wieder etwas wünschen zu können?

Rezeption & Preise

  • Shortlist Deutscher Buchpreis 2025
  • Kleist-Preis 2026
  • Die Kritik (u. a. FAZ, SZ, NZZ, Deutschlandfunk, Die Zeit) lobt den Roman als eindringlich und meisterhaft; die taz nennt ihn „literarischen Hardcore“, sieht aber auch Schwächen im Detail.

Über den Autor

Thomas Melle, geboren 1975 in Bonn, lebt in Berlin. Er schreibt Romane und Theaterstücke und übersetzt. Bekannte Werke: Sickster (2011), 3000 Euro (2014), Die Welt im Rücken (2016).

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Hinweis: Das Buch und die Folge handeln von Suizid. Hilfe gibt es rund um die Uhr bei der Telefonseelsorge: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 (kostenlos und anonym).

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