Rendezvous with Rama is a 1973 science fiction novel by British writer Arthur C. Clarke. Set in the 2130s, the story involves a 50-by-20-kilometre (31-by-12-mile) cylindrical alien starship that enters the Solar System. The story is told from the point of view of a group of human explorers who intercept the ship in an attempt to unlock its mysteries. The novel won the Hugo, Locus, and Nebula awards upon its release, and is regarded as one of the cornerstones in Clarke’s bibliography. The concept was later extended with several sequels, written by Clarke and Gentry Lee.
https://en.wikipedia.org/wiki/Rendezvous_with_Rama
https://en.wikipedia.org/wiki/Arthur_C._Clarke
https://en.wikipedia.org/wiki/Gentry_Lee
https://en.wikipedia.org/wiki/O%27Neill_cylinder
https://en.wiktionary.org/wiki/misogyny
Books in the series
Rendezvous with Rama (1973)
Rama II (1989)
The Garden of Rama (1991)
Rama Revealed (1993)
Soenke:
[0:14] Willkommen zu Rewrite Reborn, eurem Bücher-Podcast.
Jürgen:
[0:19] Achso, heißen wir jetzt Bücher-Podcast? Entschuldigung, ich quatsche immer dazwischen. Irgendwie hat das auch Tradition. Ja, heute mit.
Soenke:
[0:25] Ab 100 Folgen hat das dann Tradition. Ja, der heißt jetzt Bücher-Podcast. Es sei denn, wir sprechen nicht über Bücher, dann heißt der nicht so.
Jürgen:
[0:32] Aber es ist nicht mehr Science-Fiction und Schreib-Podcast, sondern wir sprechen jetzt über alles. Alles. So wie wir uns einst Kafkas Erben nannten und über alles reden wollen und jetzt Rewrite Reborn heißen. Ist auch nicht schlecht, alles gut, ist alles fein.
Soenke:
[0:43] Ja, du bist trotzdem irgendwie leise heute, Jürgen. Ja.
Jürgen:
[0:47] Ich weiß nicht. Mein Pegel geht schon gegen Rot. Also es muss an dir liegen. Ich war mit meiner Tochter neulich beim Ohrenreinigen. Vielleicht ist das auch was für dich.
Soenke:
[0:55] Vielleicht sind die Hintergrundgeräusche einfach so. Keine Ahnung.
Jürgen:
[0:58] Die Hintergrundgeräusche sind eben weg. Vorhin hatte ich hässliche Hintergrundgeräusche. Die hast du erfolgreich rausgefiltert. Das freut mich sehr. Aber vielleicht ist das Noisegate zu strikt eingestellt. Ich weiß nicht.
Soenke:
[1:10] Ich habe mir jetzt irgendwas gekauft. ich wollte mir irgend so einen, oh nein, doch gar nicht. Ich habe mir 14 gekauft, also vergiss es.
Jürgen:
[1:18] 14?
Soenke:
[1:18] Das hattest du empfohlen, glaube ich.
Jürgen:
[1:20] 14. 14 von Peter Clines. Ja, okay.
Soenke:
[1:24] Ich hoffe es gefällt dir. Wir sprechen jetzt nicht über 14, sondern wir sprechen über Rendezvous mit Drama von Arthur C. Clark. Ein sehr hoch, gelobter Roman, der immer an den Listen der 10 besten Stiftungsromane aller Zeiten auftaucht, hat gewonnen. Genau, hat den Nebula, hat nur den Hugo. Und den John W. Campbell Memorial Award. Ist von 1973, wie gesagt, geschrieben von Arthur C. Clarke.
Jürgen:
[1:53] Genau, 1974 den Hugo gewonnen. Also 1973 erschienen, steht hier in der Wikipedia, und 1974 hätte er den Hugo gewonnen. Und das war alles vor meiner Zeit. Also da war ich noch gar nicht auf der Welt. Da gab es diesen Roman schon. Mann, oh Mann. Ja, ja, ja.
Soenke:
[2:08] Und bevor wir jetzt kurz, zu den Details dieses Romans gehen. Es ist eigentlich eine Serie dann daraus geworden. Ja, aber die wurde nicht geschrieben von Arthur C. Clarke, sondern sie wurde primär geschrieben von Gentry Lee. Das war ein Ingenieur von der, von verschiedenen NASA-Missionen, von der Viking-Mission und von der Galileo-Mission und hat sich dann, hat ein paar Science-Fiction-Geschichten geschrieben dann zusammen oder inspiriert von Arthur C. Clarke. Das heißt dann oft mit Arthur C. Clarke, aber ja. Und die beginnen aber erst 16 Jahre danach und es sind dann drei Romane, von denen kann man aber außer dem Wikipedia-Eintrag nicht so viel hören. Ich habe sogar mehr Rezensionen gehört, die gesagt haben, sie kümmern sich nicht.
Soenke:
[2:51] Ich hatte so Dune-Vibes, ja. So, der erste Teil ist das Masterpiece und über den Rest sprechen wir nicht. So, deswegen sprechen wir heute über Ronde Vumisama.
Jürgen:
[3:01] Okay, du sagst, es hat so Dune-Vibes, weil der erste ist gut und alles danach wurde immer schlechter. Wenn du so eine Referenz nennst, dann beziehe ich mich immer gerne auf Highlander. Bei Highlander gibt es immer den wiederkehrenden Spruch, there can be only one. Und genauso ist es bei Highlander. Es hätte nur den ersten Film geben dürfen und alles, was danach kam, war einfach absolut furchtbar. Pfui pfui pfui aber soll ja auch neu aufgelegt werden mit neuen coolen charismatischen Schauspielern ich glaube sogar der hübsche Henry Cavill spielt den Highlander oder so bin ich mal gespannt also ich mag Henry Cavill ja.
Soenke:
[3:36] Sehr aber das wir.
Jürgen:
[3:37] Wohl ja das ist schade aber ich fand den auch in The Witcher nicht toll also man muss nicht alles von dem toll finden, ich lese hier in der Wikipedia es sollen 89 Rendezvous mit Übermorgen Rama 2 gegeben haben und dann noch The Garden of Rama, 91, und Rama Revealed. Das klingt irgendwie so, als würde man nochmal so Saft aus irgendeiner längst gemolkenen Kuh pressen oder so. Dass so in zwei Jahresabständen mit deutlichem Abstand zum Original irgendwelche Bücher nachgelegt werden. Sowas finde ich immer ein bisschen fraglich.
Jürgen:
[4:12] Also ich weiß, irgendwie ist die Geschichte für mich auch fertig erzählt. Denke ich so, ja.
Soenke:
[4:17] Ja, ihr habt natürlich einen Cliffhanger am Ende, der auch sehr schön ist.
Jürgen:
[4:23] Ja, geht so.
Soenke:
[4:25] Also ich finde, es hat alle Preise und so total verdient bekommen. Aber ja, du kannst jetzt ja mal, Arthur C. Clarke ist einer der Großen mit Ademon.
Jürgen:
[4:36] Das ist richtig, ja. Mit Bradbury und die ganzen anderen, die sich sehr berühmt gemacht haben. Das ist alles in Ordnung.
Soenke:
[4:42] Ich habe mal 36 Stunden Kurzgeschichten von Arthur C. Clarke gehört. Gab es für einen Kredit. 36 Stunden Kurzgeschichten.
Jürgen:
[4:50] Waren die gut? Wir könnten natürlich da wieder so ein Mammutwerk draus machen, wie alle Kursgeschichten von Philip K.
Soenke:
[4:56] Dick zu besprechen.
Jürgen:
[4:58] Oder ausgewählte Geschichten von Shackley, aber naja.
Soenke:
[5:02] Ja, so kannst du gerne mal vorschlagen. Aber… Er hat viele Geschichten doppelt geschrieben. Da gibt es dann immer so eine Geschichte mit so einem Master, Assassin’s Creed Clark. Und dann ist immer irgendwas außenrum um den Master und es fühlt sich für mich an wie der böse Timelord bei Doctor Who. Hat natürlich nichts damit zu tun, aber…
Jürgen:
[5:22] Okay, okay, ja, aber immer wieder dieselben Geschichten geschrieben, das hat Shackley auch gemacht und das nervt halt ein bisschen. Sowas mag ich nicht. Wenn man immer wieder dieselbe Idee verbrät in irgendeiner Variation, das finde ich dann doof. Also man kann gerne so ein Universum erschaffen und dann so Spin-Off-Geschichten machen, also anderen Figuren der Welt, die man erschaffen hat, einen eigenen Hintergrund geben.
Jürgen:
[5:44] Aber wenn man quasi genau dasselbe immer wieder erzählt, das ist doch doof.
Soenke:
[5:46] Du wolltest es erzählen.
Jürgen:
[5:47] Soll ich da mal die Geschichte zusammenfassen?
Soenke:
[5:49] Mach.
Jürgen:
[5:49] Genau. Also dann versuche ich das mal zusammenzufassen. In der Wikipedia ist zu lesen, dass der Text angeblich Rendezvous mit 31 slash 439 betitelt wäre und dann steht in Klammer dahinter, Original Rendezvous mit Drama. Ich habe das beim Hörbuchanbieter meines Vertrauens auch unter dem Titel Rendezvous mit Drama gefunden. Kann sein, dass das so ähnlich ist wie das ursprünglich Philip K. Dicks Roman Do Androids Dream of Electric Sheeps mittlerweile immer nur unter dem Titel Blade Runner zu finden ist. Also kann sein, dass man das irgendwie glatt gezogen hat. Ja, gut, okay. Also, warum das da jetzt so ist, keine Ahnung.
Soenke:
[6:25] Weil der Planack gesagt hat, das ist einfach kein guter Titel.
Jürgen:
[6:28] Ja, genau. Aber deshalb Raum-Devue mit Rama. Man denkt da natürlich an irgendeine Halbfettmargarine, aber es wird dann erklärt, warum das Ding Rama heißt. Also, wir befinden uns im 22. Jahrhundert und ein außerirdisches Raumschiff in Form eines mehr als 50 Kilometer langen Zylinders durchquert unser Sonnensystem. Und dann ist man natürlich total baff. okay, wir sind nicht alleine im Universum, also es stellt sich sehr schnell heraus, das ist ein, das ist nicht irgendein Komet oder Meteor oder sonst was, sondern das ist tatsächlich ein außerirdisches Artefakt. Das Ding ist, das sieht man auch in den Teleskopen, das ist so regelmäßig gebaut, dass das irgendwie ein Zufallsgebilde sein könnte. Und dann ist man natürlich super gespannt, was das ist. Wir sind nicht alleine im Universum. Was ist das? Kriegen wir Besuch aus dem Weltall? Was ist da los? Und eine Gruppe von Astronauten wird entsandt, um das Raumschiff näher zu untersuchen. Und dann wird eben in dem Roman beschrieben, wie die dieses Ding erkunden, was anfangs einfach nichts weiter als ein, ja, lebloser, unanimierter Hohlzylinder ist, der eine künstliche Schwerkraft durch Tentrifugalkraft erzeugt. Also, man… Man geht halt von der Narbe, also vom Zentrum dieses Zylinders aus, steigt man nach unten zu dem Rand und zusehends nimmt halt das Gefühl von Schwerkraft zu. Und auf dem Boden, was eigentlich die Innenseite einer Dose ist.
Jürgen:
[7:54] Fühlt man dann so ein Zwölftel Gravitation. Und das wird anfangs auch sehr, muss ich sagen, beeindruckend geschrieben, wie die Astronauten da absteigen und anfangs ist alles dunkel und das Ding scheint völlig unbelebt zu sein und es gibt größere Konstrukte, denen sie dann Städtenamen geben.
Jürgen:
[8:11] Obwohl sie mit den eigentlichen Städten als Referenz, also das eine Ding heißt Paris, das andere heißt New York, nichts gemein haben. Sondern es scheinen wohl irgendwelche technischen oder industriellen Anlagen zu sein, deren Bedeutung sich aber nicht erschließt. Man sieht keine Ein- oder Ausgänge, man sieht nicht so etwas wie Fahrstraßen oder Schienensysteme. Also all die Versuche, das irgendwie mit menschlicher Industrie zu verbinden, funktionieren nicht. Und man fragt sich, wie sollen die Bewohner dieser Behausung ausgesehen? Aber es wirkt halt völlig unbelebt. Und dann erwacht dieses Ding erstaunlicherweise zum Leben, als es nämlich mit zunehmender Annäherung zur Sonne auftaut. Und dann werden diverse biomechanische Lebensformen aktiv, welche die menschliche Crew zu beobachten und zu erforschen scheint, aber sie eigentlich ignoriert. Also es kommt nicht zu einem außerirdischen Kontakt, dass eine außerirdische Intelligenz mit den Menschen dann irgendwie kommunizieren würde. Also es sind keine Roboterwesen mit Bewusstsein oder sonst was, sondern es scheinen, also heutzutage würde man das als irgendwelche Drohnen bezeichnen. Es sind Drohnen unterschiedlicher Bauformen, Dinge, die an mechanoide Tiere erinnern, wie Riesenkrebse oder so eine Art Weberknechtspinnen und so weiter. Und die scheinen eigentlich nur die Funktion zu haben, irgendwelche Dinge zu erforschen und zu untersuchen oder halt tatsächlich auch Aufräumarbeiten zu übernehmen. Also irgendwelche Sachen einfach zu zerlegen in ihre Bestandteile und dann irgendwie wieder in den Untergrund zu schleppen.
Jürgen:
[9:37] Ja, und es scheint sich dann auch herauszustellen, dass dieses Ding, die haben das übrigens gar nicht genannt, warum die das Rama genannt haben, man hat das einfach nach einer hinduistischen Gottheit benannt. Man hat einfach gesagt, okay, ja, wir könnten das Ding jetzt irgendwie Merkur, Venus oder sonst wie nennen oder wie man Jupiter-Monde genannt hat und dann hat man irgendwie die Idee gehabt, das Rama zu nennen. Das ist einfach die unspektriere Erklärung des Namens.
Soenke:
[10:00] Ja, lass mich jetzt mal kurz hier eine Pause machen, damit ich auch mal was zu sagen habe. Also es wurde am Anfang erklärt.
Jürgen:
[10:06] Ich wollte eigentlich nur mit ein, zwei Sätzen sagen, wie es endet. Aber okay, das können wir auch weglassen. Es endet halt eigentlich unspannend.
Soenke:
[10:13] Bin überhaupt nicht deiner Meinung. Ich kann, ich mache einen anderen Zusammenfass.
Jürgen:
[10:16] Ja, dann hau mal raus, komm.
Soenke:
[10:17] Also erst einmal, es fängt damit an, mit der Erklärung. Die Menschheit hat sich über das Sonnensystem verteilt. Ja, wir sind nicht auf der Venus, wir sind auf dem Merkur, wir sind auf dem Mars, auf dem Mond. Die meisten Menschen sind auf dem Mond, auf der Erde natürlich. Und dann gibt es noch ein paar Monde, die auf den Stationen gibt. Und es gibt verschiedene Einflusssphären. Und natürlich gibt es diese großen Asteroiden, die wir auch kennen aus, wie hieß das? The Expanse. Ja, Erre ist zum Beispiel, und dann wird halt gesagt, ja, und irgendwann sind den Menschen halt für die Asteroiden die Namen ausgegangen. Das ist schon lange passiert bei uns in der Realität. Deswegen hatte ja dieses außerirdische Asteroid, der bei uns gesichtet wurde, einen hawaiianischen Namen, aber in dem Fall haben die dann angefangen mit anderen Göttern und sind irgendwann dann halt bei den indischen Göttern rausgekommen und deswegen heißt diese Asteroid Rama. Also weil es halt ein Asteroid ist und deswegen hat er eine Nummer, in der normalerweise benennst du also Himmelskörper, Asteroiden oder Meteore, sorry, Kometen halt mit Nummern durch und nur die wichtigen kriegen Eigennamen. Und das ist halt ein Besucher, der auf dem Weg durch das Sonnensystem ist und wurde halt erkannt, das ist aber sehr wahrscheinlich was Außerirdisches und deswegen schicken wir das nächste Raumschiff, das ihn gerade noch so erreichen kann, hin und dann wird auf dem Mond so ein. Also es gibt viele Seitenquests, die interessanterweise teilweise ins Nichts verlaufen, also zum Beispiel, aber zu denen komme ich später.
Jürgen:
[11:43] Ja, okay.
Soenke:
[11:44] Gut. Aber?
Jürgen:
[11:45] Referiere mal weiter.
Soenke:
[11:46] Ich referiere mal weiter. Genau. Und das ist ein Besucher, also das Schiff, der Asteroid wird durch das Sonnensystem durchfliegen und dann kommen sie dann halt an, erforschen den und dann finden sie heraus, dass es doch möglich ist, dass er in eine Erdumlauf, dass er in eine Solarumlaufbahn einschränken würde, so ungefähr zwischen Merkur und Venus. Und dann gibt es natürlich, dann gibt es Angst und einen Plot, um den zu zerstören, das Schiff.
Jürgen:
[12:16] Ach. Ja. Das habe ich so unter den Tisch fallen lassen, ja.
Soenke:
[12:20] Ja, und dann gibt es da noch mehrere Enden, drei Enden. Meiner Meinung nach, oder könnten wir auch später dazukommen dann. Was ich ganz schön finde, ist, dass es nicht im Artikel drin steht, aber das ist eindeutig ein O’Neill-Zylinder. So heißen diese Dinger.
Jürgen:
[12:36] Ah, okay. Das wusste ich nicht. Okay. O’Neill-Zylinder.
Soenke:
[12:39] Das ist ein O’Neill-Zylinder. Ich habe es verlinkt, aber man kann einfach da gucken. Das ist genau diese es gibt so eine bestimmte Größe, wenn man die dann rotiert, dann kommt man zu dieser Pseudoschwerkraft durch die Fliehkräfte, durch diese Rotationskraft, die dann dich an die Außenwand presst und das finde ich sehr schön, das Ganze sehr, sehr schön beschrieben, da gibt es einen, es ist eigentlich alles Metall, alles ist tot und wer auch immer da drin, also am Anfang denken sie halt, da sind vielleicht Außerirdische drin und dann sehen sie, das ist steril, das heißt, wenn da irgendjemand mal drinnen gewesen ist, ist der vor Millionen, Millionen, Milliarden Jahren schon gestorben und das ist so viel älter, als sich die Menschen das überhaupt vorstellen, kann. Aber es ist halt ein Sarkophag und da ist nur dieses sehr, sehr giftige Wasser, dieser riesige Ozean. Und da ist auch das, wo die Krabben und die Viecher alles reinschmeißen, weil das ist eigentlich deren, man kann sich das so vorstellen wie ein 3D-Drucker. Das ist das Filament, das Druckfilament und daraus erstellen dann die Städte, alles, was sie brauchen, um die Maschine weiter am Laufen zu halten. Und dann, Es gibt auch so ein Reveal, in dem sie sich, also sie finden ganz am Ende, sie finden ein paar Sachen heraus. Das Erste, was sie herausfinden, was sehr interessant ist, ist, wie sich das Ding fortbewegt. Also das ist ein, sie sehen ja keine Raketen von außen, also wissen sie nicht.
Jürgen:
[13:57] Wie es Space Drive hat.
Soenke:
[13:58] Ja, es hat einen Space Drive, das irgendwas anderes macht und sie wissen nicht genau was, aber das ist schon extrem cool, dass es das macht. Und mit dem, dass es das hat, können sie dann berechnen, dass es in der Lage ist, dann im Sonnensystem zu bleiben. Und dann bevor sie dann da raus müssen, finden sie auch heraus, indem sie so eine dieser Städte richtig eindringen, indem sie die Wände aufschweißen, dass das eine Art Computergehirn ist, in dem die Baupläne gespeichert sind für alles, was das druckt und sie sehen auch einen Anzug von jemandem, also man könnte davon ausgehen halt, dass wenn das Ding an seinem Ziel ist, dass es dann einfach wieder die Bewohner druckt oder erzeugt, ja. Drucken ist jetzt kein Wort, das da fällt, aber so kann man sich das dann halt vorstellen, dass die auch genauso erzeugt werden wie all die anderen Objekte. Das finde ich sehr schöne Geschichte. So, jetzt würde ich dich fabulieren lassen, bevor ich zu den drei Enden komme und ein paar anderen Sachen.
Jürgen:
[14:52] Ja, also gut. Ich hätte jetzt eigentlich nur zusammengefasst, man findet halt ein paar Hinweise, das hast du jetzt vorweggenommen, dass es, also außer diese automatisierten Systeme wohl darauf ausgelegt ist, irgendwann wie aus einer Art Archiv- oder Datenbank, Gendatenbank oder sonst was, die eigentlichen Bewohner, die eigentlich lebendigen Bewohner zu regenerieren, was ja auch denkbar wäre. Also was ja auch denkbar wäre für die Eroberung des Weltalls, dass wir eben keine Generationenschiffe bauen, sondern dass wir automatisierte Schiffe bauen, die von alleine dahin fliegen über Jahrhunderte, bis sie dann irgendwann mal ihr Ziel erreichen und dann würden die Menschen aus der Retorte wieder reproduziert.
Jürgen:
[15:38] Am Zielort. Und es wäre halt keiner menschlichen Crew über Generationen hinweg eingesperrt zuzumuten, diese Reise zu überdauern. Das wäre durchaus denkbar. Es gibt einen ganz, ganz tollen Roman Andymond von dem Ehepaar Weißmüller, der genau diese Geschichte erzählt. Und das muss ich sagen, das ist ein sehr, sehr toller Roman, wo es darum geht, dass halt so ein zu kolonisierender Planet angesteuert wird und dann sind halt zuvor die erste Generation Retortenkinder herangewachsen und die werden halt auch von einer KI-Nanny-Robotern werden die erzogen und zusehends ausgebildet. Und dann gibt es halt in ein paar Jahresabständen gibt es die neuen Generationen von Kindern und als sie dann ankommen an den Planeten, sind die ersten halt so im jungen Erwachsenenalter natürlich alle hochgebildeten Ingenieurswissenschaften und machen sich dann ans Terraforming, um diesen Planeten bewohnbar zu machen, weil der leider dann doch nicht so lebensfähig ist, wie man sich das auf die Ferne so gedacht hat. Aber insgesamt schöne Geschichte und auch sehr gut durchdacht. Und so ähnlich könnte das jetzt hier mit dieser Rama, mit diesem Kolonieschiff halt eben auch sein. Das reimt man sich zusammen. Aber es kommt halt am Ende heraus, die Sonne wird nur zur Beschleunigung verwendet, um sich dann rauszukatapultieren.
Jürgen:
[16:51] Ich glaube, die steuern eine andere Galaxie an, oder? Also auf jeden Fall, das Schiff Rama verlässt das Sonnensystem wieder. Und außer einem schulterzuckenden, ja nichts Genaues weiß man nicht, war das einfach nur so eine Episode, die aber eigentlich keine nachhaltige Bedeutung für die Menschheit haben wird. Außer, dass sie halt ganz viele Daten gesammelt haben.
Soenke:
[17:10] Für die Menschheit schon.
Jürgen:
[17:11] Ja, aber die haben halt ganz viele Daten gesammelt und Proben genommen und so weiter. Und vielleicht, vielleicht, vielleicht kann man davon sich unter Umständen irgendwas abgucken und es bringt der Mensch halt im Longshot vielleicht einen gewissen Technologie-Fortschritt. Aber das ist alles sehr unbestimmt, weil man halt nicht weiß, ob die daraus überhaupt schlau werden, was sie da gefunden haben.
Soenke:
[17:33] Und das andere ist.
Jürgen:
[17:34] Das ist die Pointe am Schluss, dass gesagt wird, ja, aber sie haben ja begriffen, die Ramana, so werden die genannt, diese unbekannten Wesen.
Soenke:
[17:42] Halt, halt, halt, halt, das musst du vorbereiten.
Jürgen:
[17:44] Das soll ich nicht sagen. Okay, ja, dann sag du das.
Soenke:
[17:47] Na, erst einmal was anderes. Und zwar, wir haben als erstes, es ist ein Asteroid. Und das Kainasteroid ist ein künstliches Objekt. Vielleicht sind da außerirdische drin. Oder sind alle schon tot. Oh, das Ding schwenkt vielleicht ein und wird ein neuer Satellit des Sonnensystems. Boah, das könnte gefährlich sein, ja. Und dann ist es doch, das ganze Sonnensystem ist nur eine Tankstelle, weil das Ding fliegt in die Corona der Sonne, lädt sich da auf mit Materie, um den Verlust auszugleichen von der Materie, die es über die Jahrmillionen seiner Reise verloren hat und fliegt dann einfach mit höchster Geschwindigkeit weiter. Also war die Erde nur so ein Tankstopp. Und das ist natürlich sehr auf…
Jürgen:
[18:27] Nicht die Erde, die Sonne.
Soenke:
[18:29] Die Sonne war so ein Tankstopp, genau.
Jürgen:
[18:31] Nicht die Erde, die Sonne.
Soenke:
[18:32] Die Sonne war nur so ein Tankstopp, genau. Und das ist natürlich von der.
Soenke:
[18:38] Es ist total aufgeladen. Natürlich bringt dir das was. Wir wurden nicht einmal für wichtig genug empfunden, um mit uns zu kommunizieren oder wir wurden einfach ignoriert. Wir waren nicht das, nach was die Ramana gesucht haben. So, in, wir werden sehr oft darauf gestoßen, dass dieses Schiff der Ramana alles in dreifacher Ausfertigung hat. Ja, also jedes System ist dreifach abgesichert, nicht doppelt abgesichert, sondern dreifach abgesichert und dann kommt man halt, man sieht auch die Roboter, alles was die bauen, das ist auch dreifach. Also die haben dann immer dreifache Gelenke, nicht doppelte Gelenke, so wie wir das haben. Es ist nicht symmetrisch, sondern es ist nicht doppelsymmetrisch. Es ist nicht spiegelsymmetrisch, sondern es ist dreifach symmetrisch. Und als sie dann die Rüstung und so sehen in dem Katalog- Computer, dann sehen sie auch, dass die Ramana selbst auch drei Beine, drei Arme und so weiter hatten. Und dann kommt halt der ganz, ganz letzte Clou ist und wir sollten ja eigentlich wissen, die Ramana tun alles dreifach. Das heißt, es müssten noch zwei weitere Rama-Schiffe kommen. Das ist das absolute Ende.
Soenke:
[19:44] Und das ist das, was du gerade sagen wolltest, was natürlich nichts bringt, wenn man nicht vorher halt gesagt hat, dass die alle halt alles dreifach tun. Ja, gut. So, was mich nicht gestört hat, das ist doch schon ein bisschen. Es werden so Sachen aufgemacht zwischendrin, die, also es ist kaum Charakterzeichnung der Figuren. Die Figuren können plötzlich irgendwelche Sachen aus dem Nichts, weil sie helfen, die Handlung weiter voranzutreiben.
Jürgen:
[20:09] Ja, das mit dem Luftschiff, mit diesem Luftfahrrad, das fand ich zum Beispiel, sehr an den Haaren herbegezogen.
Soenke:
[20:15] Es gibt aber auch so Sachen, die reingeworfen werden, wie diese, auf dieser Crew gibt es Schimpansen, die ausgebildet sind fürs Arbeiten im Weltraum und das ist komplett irrelevant. Auch der Schimpansen-Trainer hat nichts zu tun, weil die Schimpansen nichts zu tun haben. Und dann wird, was mich ziemlich gestört hat, ist der, unser Captain, also es ist ja, es gibt Frauen an Bord, aber man hat keinen Sex. Also es ist ganz, man ist ganz strikt. Es wird auch mehrmals in dem Buch gesagt, das ist alles ganz strikt während der Mission, ganz strikt. Und er hat ja eine Frau auf der Erde und auf dem Mars.
Jürgen:
[20:46] Er hat zwei.
Soenke:
[20:47] Ja, eine auf dem Mars und eine auf der Erde und auf dem Mond. Keine Ahnung, wo hat er die Frauen?
Jürgen:
[20:52] Ja, an verschiedenen Orten. Er hat quasi zwei Familien.
Soenke:
[20:54] Er hat zwei Familien, die wissen das, das ist auch alles okay. Aber trotzdem, er macht sich halt nicht die Mühe oder er macht sich die Mühe, denen Audiogramme zu schicken, also Sprachnachrichten zu schicken, weil man schreibt offensichtlich in der Zukunft nicht mehr und lässt das halt so weg und sagt, dann hat man mal eine Frau, dass er das einfach kopieren kann und an beide schicken kann. Und darauf…
Jürgen:
[21:14] Finde ich sehr pragmatisch. Das finde ich jetzt wiederum voll sympathisch.
Soenke:
[21:17] Das finde ich nicht. Das finde ich absolut unsympathisch. So, als Belohnung für den Erfolg der Mission dann wird auch ein neues Kind von ihm dekandiert. Also eine seiner Frauen ist dann schwanger und zwar die auf dem Mars mit einem neuen Sohn. Super gut. Und dann wird gefögelt. Plötzlich so ohne, weil die Mission jetzt ist ja vorbei und die eine Frau ist schwanger, während er nicht da ist. Und dann kommt er und sieht sein Kind und so weiter. Und jetzt kann man ja die andere, die Ärztin, die die ganze Zeit auf dem Schiff war, und es gab überhaupt keine Spannung, gar nichts zwischen denen, überhaupt nichts. Und dann wird gefögelt, weil die Mission ist jetzt ja vorbei. Und dann dachte ich, ja.
Jürgen:
[21:57] Soll ich dir sagen, dass ich das total vergessen habe? Also wirklich, das war so irrelevant, dass ich es einfach vergessen habe.
Soenke:
[22:03] Es ist total irrelevant. Es ist total irrelevant.
Jürgen:
[22:05] Ja, genau.
Soenke:
[22:05] Ich muss echt sagen, streich den Scheiß doch raus. Das ist eine sehr schöne Geschichte. Aber der Scheiß, da dachte ich mir echt. Das ist wie die Sexszenen in Fifty Shades of Grey. Fifty Shades of Grey ist ein schlechtes Buch. Aber wenn man die Sexszenen raussteigen würde.
Jürgen:
[22:20] Wäre es natürlich. Nein, der Vergleich ist totaler Quatsch. Also da muss ich dir jetzt widersprechen, Sönke. Der Vergleich ist totaler Quatsch. Fifty Shades ist aus anderen Gründen schlecht. Aber Fifty Shades ist Twilight, was absichtlich keine Sexszenen hat, plus Sexszenen. Und das ist halt einfach völlig absurd. Also Twilight, kitschige Vampirgeschichten für Jugendliche, die noch nicht so weit sind. Du siehst mich jetzt in der Luft Quotation Mark machen. Also die sind noch nicht so weit. Und da wird halt ordentlich auf die Bremse getreten, was das Erotische anbetrifft. Und dann hat E.L. James ganz dreist Fanfiction-mäßig diesen Kram genommen, zu 60 bis 80 Prozent die Texte plagiiert. Ja, und dann einfach, was da noch mit reingepflanscht. Und das ist dann einfach noch schlechter gemacht. Genau, wir haben da schon ein paar Mal drüber geredet, aber dieser Vergleich, der passt einfach überhaupt nicht.
Soenke:
[23:13] Nein, das passt auch nicht. Ich wollte damit nur sagen, es ist wirklich was, was hätte der Schere zum Opfer fallen müssen. Und ich frage mich, was für eine komische Zeit das war, in der man das hat drinnen gelassen.
Jürgen:
[23:23] Wir haben zuletzt über Termination Shock geredet, einen etwas deutlich moderneren Roman und da war die Charakterzeichnung auch so ein bisschen schwach. Wir haben diese niederländische Aristokratin, die als Witwe eigentlich auch sehr enthaltsam asketisch lebt und dann auf einmal, weil sie in Anführungszeichen auf Urlaub ist.
Jürgen:
[23:46] Kriegt sie von ihrer Tochter per Emojis den Tipp gegeben, kümmere dich auch mal um, dass du mal wieder Vitamin D kriegst. Und das wird auch von der Kritik ja nicht anerkennend kommentiert, dass das eigentlich ziemlich blöd ist, dass man das weglassen kann. Und hier ist es halt so, man merkt diesem Roman halt an, dass der schon sehr, sehr angestaubt ist, weil dieser… Diese Charakterbildung, pass auf, diese Charakterbildung, also dass die alle so total konturlos sind, dass da irgendwelche Figuren auftauchen, die zuvor im Roman überhaupt keine Verwendung fanden, also sie haben keine Entwicklung durchgemacht und dann tauchen die auf einmal auf, weil sie irgendwas können und dann machen die das und dann verschwinden sie aber auch wieder aus der Handlung. Wie zum Beispiel dieser Typ, der sein komisches Luftfahrrad da auf das Raumschiff geschmuggelt hat. Yes, es ist das abstrus. Und das kommt halt mehrmals so vor. Und die Figuren sind einfach unfassbar flach. Und das würde man heute halt nicht mehr so schreiben. Sondern heute würde man viel mehr darin investieren, den Figuren Hintergrund und Tiefe zu verleihen. Wobei ich dann auch leider Gottes sagen muss, dass ich da manchmal auch mit den Augen rolle. Wo ich mir denke so, boah, ja, ist okay, du hattest eine schwierige Kindheit und du bist über deinen Ex noch nicht hinweg und den rollst du mit den Augen und denk mir, ja, okay, ich hab dich jetzt kennengelernt und jetzt hätte ich gerne mal ein bisschen mehr Handlung. Also es schlägt, das Pendel schlägt im Moment nach meinem Empfinden zu sehr in die andere Richtung aus.
Soenke:
[25:12] Kommt drauf an, was du liest.
Jürgen:
[25:14] Ja, oder was mir zugemutet wird. Keine Ahnung. Aber man hätte da irgendwie so eine Mischung finden können zwischen dem auch heutzutage sehr outdated geschriebenen, so mag man vielleicht Anfang der 70er Jahre geschrieben haben. Ich kenne mich da zu wenig mit aus. Es hat sehr viel Wert auf die Technik und die Beschreibung gelegt und so weiter. Und die Figuren, die da durch die Kulisse marschieren, sind einfach nur Erfüllungsgehilfen für den nächsten Reveal. Und es ist eigentlich egal. Man könnte fast sagen, außer dass keiner stirbt, sind es lauter Red Shirts, die da rumlaufen. So fühlt sich das eigentlich an. Es ist so wie eine Star Trek Episode, nur es stirbt halt keiner, um die Dramatik oder die Bedrohlichkeit der Situation noch etwas zu verschärfen. Normalerweise geht ja immer irgendein Red Shirt drauf und das fehlt halt. Wird auch extra erwähnt, dass der Käpt’n voll stolz ist, dass seine ganze Crew überhaupt nicht durch Schaden gekommen ist. Yippie aiei.
Soenke:
[26:07] Das letzte Mal, weil das vielleicht ein bisschen untergeht, ist ein fantastisches Buch. Dieses Erkunden des O’Neill-Zylinders ist fantastisch gut geschrieben. Und finde ich, merkt man dem nicht an, dass das so alt ist, aber halt an diesen Charakterzeichnungen. Und du hast recht, bei Termination Shock habe ich drüber weggelesen und habe gedacht, okay, fein, muss nicht sein. Ich glaube, einmal habe ich bei diesem Vitamin D, da musste ich auch kurz mal das weglegen und facepalmen. Aber abgesehen davon ging es. und ich muss aber sagen, wahrscheinlich würde ich das in 50, 70 Jahren genauso scheiße finden, wie das da, ja? Das ist so, keine Ahnung, ich will nicht in einer Welt boah, es ist so geil, ich habe zwei Frauen auf zwei verschiedenen Kontinenten, weil ich bin Seemann und die haben halt Frauen in jedem Port und jetzt fick ich die Ärztin da, boah, super, weißt du, warum, ja, das ist so, brauche ich nicht, brauche ich nicht, musst du mir nicht sagen.
Jürgen:
[27:10] Ja, ich frage mich.
Soenke:
[27:12] Es ist so unmotiviert. Es ist so, als ob jemand zu dir kommt. Nein, lass mich ganz kurz. Es ist so wirklich, als ob jemand zu dir kommt, weißt nicht, du stehst an der Bushaltestelle oder so und wartest, Und dann kommt jemand zu dir und sagt, ich stehe auf Analsex.
Soenke:
[27:27] Das ist genau das Gefühl, das mich anders hat. Was? Warum? Musstest du mir das jetzt sagen? Das brauchte ich nicht. Ich kenne dich nicht. Was soll das? Hast du mich verwechselt mit wem?
Jürgen:
[27:37] Lass mich auch in Ruhe damit. Ja, also pass auf. Also meiner Meinung nach versucht ja Science Fiction zweierlei Dinge. Das eine ist, diese Was-wäre-wenn-Frage zu stellen. Denn wo könnten wir uns technisch hinentwickeln? Was wird irgendwann möglich und machbar sein? Das ist halt so diese, das ist auch das, was gerne hard SF genannt wird. Ist das abgesichert? Ist das machbar? Ist das realistisch? Kann das irgendwie so sein? Das ist das eine. Und das andere, das ist natürlich so Prognosen, die Gesellschaft betreffend oder auch das Individuum als Teil der Gesellschaft. So, wo könnten wir uns hinentwickeln? Auch im Sinne von, wie wird das Beziehungsleben der Zukunft aussehen? Und dann ist das halt sowas wie eine Side-Note. Ja, übrigens in der Zukunft haben wir diesen Monogamie-Zwang überwunden und wir sind jetzt total offen und bläh, aber es wird ja gar nicht ausgekleidet. Es wird ja nur festgestellt, ja, die sind auch alle total fein damit. Und dann kriegt man das halt so ungefragt gedrückt, obwohl es wirklich überhaupt keine Relevanz für diese gesamte Geschichte hat. Also man hätte das weglassen können, weil es halt für das Worldbuilding, diesen, wie heißt die Dose nochmal?
Soenke:
[28:47] Die O’Neill-Zylinder.
Jürgen:
[28:49] Dieser O’Neill-Zylinder, darum geht es halt. Es geht halt um dieses Wunderwerk, boah, was haben Außerirdische da gebaut, was ist das für ein cooles Ding, wie funktioniert das? Und das lässt einen natürlich mit offenem Mund staunen und das ist ja schon, das ist ja genug raumeinnebend im doppelten Sinne in der Handlung und dann braucht man diese Side Note, dass zu Hause zwei Frauen warten, denen man dann Sprachnachrichten schickt, das kann man komplett weglassen, denn es gibt ja sowieso überhaupt keinen Konflikt, gar keinen zwischenmännlichen Konflikt, die Figuren sind alle so dermaßen flach, das ist eben das, was es so langweilig macht, leider.
Jürgen:
[29:25] Dem Ganzen fehlt an Spannung, doch dem Ganzen fehlt an Spannung, weil ich mich die ganze Zeit beim Hören gefragt habe, wo ist der Konflikt? Denn auch Bedrohung ist nicht. Die Außerirdischen bzw. die Roboter ignorieren uns, sie sind keine Bedrohung. Und by the way, ich habe es noch mal kurz nachgeschlagen, ich habe den schon mal gehört, Dr. Andreas Anton von der IGPP Freiburg, ich weiß leider nicht, wofür die Abkürzung steht, der macht eine Vortragsreihe mit dem Titel Extraterrestrische Intelligenzen und die Folgen des Erstkontaktes. Ich habe den mal gehört auf der Mind Academy und der wird beim Astronomieverein in Trebur, wird dann nochmal den gleichen Vortrag halten. Und zwar geht es darum, also wirklich diese Frage zu stellen, was wäre denn, wenn es wirklich zu einem Erstkontakt kommen würde? Wie würde die Welt darauf reagieren? Und das Fazit, was er zieht, ist, dass das, was so Blockbuster-Filme wie Independence Day oder sonst was uns zeigen, leider Gottes das realistischste Szenario ist. man, Muss leider damit rechnen, dass insbesondere die großen Atomnationen den präventiven Erstschlag wählen würden. Denn im Sinne von, kennen wir nicht, könnte gefährlich sein, hau mir Sicherheitshaber mal drauf. Das ist das Wahrscheinlichste, was passieren wird. Und dass das dann mittendrin kam, also dass dann diese sowieso raubeinigen, von welcher Welt waren die nochmal?
Soenke:
[30:48] Die Merkura.
Jürgen:
[30:49] Ja, die Merkura, die raubeinigen Merkura, weil diese Welt eh so lebensfeindlich ist. sind die Leute eh so raubeinig geworden. Da werden die so ein bisschen charakterisiert. Und dann ist es halt vollkommen klar, dass die diese Haume-Sicherheits-Haber-mal-Drauf-Policy fahren. Und die bauen dann halt eine Bombe, versuchen die auf Rama zu schmeißen und, wenig überraschend, wird die natürlich dann doch entschärft. Also, das ist abgewendet. Ja, also, leider auch jetzt nicht so wirklich spannend, weil das leider sehr voraussehbar war, muss ich schon sagen.
Soenke:
[31:17] Ja, ich brauche das doch nicht.
Jürgen:
[31:18] Ja, aber ansonsten gab es halt keinen Konflikt. Es gibt keine Bedrohung, weil die ignorieren uns.
Soenke:
[31:22] Das ist korrekt.
Jürgen:
[31:22] Es gibt keine Bombe, es gibt keine Versäuchung, nix, ne, ist einfach nix, ne, da fliegt da was vorbei, man guckt sich das an und sagt dann schon so, ja, okay, ne, gucken wir mal, ob das uns vielleicht irgendwie was bringt, dass man hätte das Ganze, also, man hätte das Ganze auch völlig anders aufziehen können, nämlich wie, na, sag schon, wie diese Stargate-Geschichte, also, dass man irgendwo in der Wüste irgendwas ausbuddelt und feststellt, ups, da liegt auf der Erde ein außerirdisches Artefakt rum, und jetzt gucken wir mal, ob wir das verstehen, ne, und ob wir daraus was machen können. Das würde genauso funktionieren, denn wenn man nicht draus schlau wird, dann kann man halt nur rumrätseln und kann zum Schluss sagen, ja, okay, nichts hinaus weiß man nicht. Eine Kultur, die schon lange tot ist, hat jetzt eigentlich keine Nachwirkungen und Auswirkungen auf unsere Gesellschaft und ja, ist halt so. Das wäre genau der gleiche Payoff, nämlich erst mal gar keiner.
Soenke:
[32:06] Gut, es gibt sehr wenig Romane, die diese drei Preise so gleich gewonnen haben. Den Hugo, den Publikumspreis und den Lotus und der Nebula, die sind ja mehr so Fachpreise. Und ein anderer davon heißt Gateway von, ich habe den Namen vergessen, Paul, glaube ich, Frederick Paul, haut mich nicht.
Jürgen:
[32:28] Frederick Paul, es gibt einen Autor, der heißt so, ja.
Soenke:
[32:31] Ja, fantastisch. Und er hat einen Roman geschrieben, Gateway, da ist auch eine Serie dann daraus geworden, aber die ist von ihm. Und in dem ersten Roman, die Menschheit hat beim Auskundschaften Sonnensystems ein Asteroiden gefunden, diesen Asteroiden nennen sie Gateway. Und auf diesem Asteroiden sind ein Haufen Raumschiffe rumstehen. Es gibt keine Ahnung, wer die gehört, aber wir können ungefähr sagen, dass diese Wesen kleiner waren als wir, sehr wahrscheinlich behaart, weil man ein paar Sachen gefunden hat und du kannst halt in diese Raumschiffe rein und was sie rausgefunden haben, ist, wie man sie startet. Und dann fliegen die weg und kommen auch wieder zurück. Aber du weißt nicht, wie lange du weg bist. Du weißt nicht, wo sie hingehen. Du weißt nichts davon.
Jürgen:
[33:12] Ich habe gerade die Wikipedia geöffnet. Das ist ungefähr genauso alt. Gateway ist von 77 und dann 78 Jugu gewonnen und so weiter.
Soenke:
[33:19] Es ist eine ähnliche Geschichte. Ja, die hat dann ein bisschen einen Konflikt, weil die Hauptfigur hat eine Liebschaft und die Liebschaft geht irgendwie verloren oder stirbt. Und das Ganze wird im Nachhinein aus seinen Erinnerungen geschrieben. Und du weißt, er ist super reich damit geworden durch irgendwas, was er gefunden hat. Das sind also alles so Glücksritter, weil wenn man was Besonderes findet, Technologie oder Planeten oder so, dann kann man davon schon ziemlich reich werden. Ist egal, aber die ganze Geschichtsaufbau ist ziemlich ähnlich zu dem hier, in dem du eigentlich stehst halt vor einem Wunder, was diese Gateway Asteroid ist und die Technologie und du fragst dich immer, werden wir herausfinden. Ähnlich ist es auch in Picknick am Weddegesrand.
Jürgen:
[34:00] Genau, Roadside Picknick, genau das Film ist auch gerade Genau.
Soenke:
[34:02] Was wir auch hier besprochen haben, die Außerirdischen sind wie Götter, du kannst nicht wirklich sagen, wieso sie irgendetwas tun und du bist halt komplett fasziniert und diese Faszination des O’Neill-Zylinders und der Ramiana Ramans hat sich bei mir auch eingestellt. So, jetzt habe ich natürlich gefragt, wenn das Ganze weitergeht, wie geht es denn weiter? Dann habt ihr auf Wikipedia, nur auf Wikipedia, die sehr kurzen Beschreibungen durchgelesen und daran möchte ich euch jetzt kurz teilhaben lassen, damit ihr das nicht machen müsst.
Jürgen:
[34:31] Oh ja, lass mal hören.
Soenke:
[34:31] Ja, also in Rama 2 kommt natürlich…
Jürgen:
[34:33] Um es uns zu ersparen, ja.
Soenke:
[34:35] In Rama 2 kommt natürlich Rama 2. Und das ist 70 Jahre spät, das heißt, alle sind tot. 16 Jahre ist her, den ersten muss eh keiner gelesen haben. In Rama 2 kommt der zweite Onilzylinder durchs Sonnensystem. Wissen wir ja schon das Spiel. Wir wissen ja auch, was wir uns einlassen müssen. Also wird eine zweite, Expedition losgeschickt, irgendwie stirbt dann der Expeditionsleiter dabei und man kann trotzdem das Ganze machen und am Ende halt bleiben ein paar Leute in dem Zylinder zurück, weil sie es nicht schaffen zu entkommen und fliegen dann mit den Zylinder aus dem Sonnensystem raus. Das Rama 2, das ist echt, hättest du mich gefragt, was ich als zweites Buch schreiben würde, hätte ich genau das geschrieben. Echt, ohne Spaß. Das ist absolut, was hätte sein müssen. Garden of Rama.
Soenke:
[35:19] Dieser Rama Zylinder erreicht mit den Nachkommen, also nur eine Generation, mit den Nachkommen der Leute, die draufgeblieben sind, einen Note, einen Hub, also einen Weltraum, Bahnhof. Und dann wird Kommunikation mit diesen Ramanianern aufgerufen, die testen die Menschen und entscheiden dann, dass es sinnvoll ist, oder dass es okay wäre, mit den Menschen eine Kommunikation aufzubauen und schicken den O’Neill Zylinder zurück. Jetzt habe ich vergessen, also der Lister heißt Rama Revealed und ich tue das jetzt mal zusammen, weil ich nicht genau weiß, wann welche Geschichte aufhört. Auf der Erde werden dann Leute, werden dann die Besten der Besten ausgesucht, um auf den Zylinder mitzureisen, zurück zu diesem Hub und dann halt diese Tests der Ramanianer über sich ergehen zu lassen oder mitzumachen und dann halt die Botschafter der Erde zu sein. Aus irgendwelchen Gründen halten diese Leute das aber für einen Hoax. I don’t know, why you ein 50 Kilometer Schiff für einen Hoax hältst und es sind dann auch plötzlich halt andere, wie gesagt, ich habe nur die Zusammenfassung gelesen, die nicht besonders gut sind. Und das sind aber plötzlich auch andere Außerirdische halt auf dem Schiff während der Reise. So, wir befinden uns jetzt also auf der Reise zurück zu den Hub und es gibt mindestens zwei andere Rassen auf diesem Schiff. Und was passiert dann mit den Menschen? Natürlich versuchen sie eine der anderen Rassen auszulöschen und dann gibt es einen schönen Krieg. Am Endeffekt kommen wir alle an auf diesem Hub wieder. Die Menschen werden geteilt in die.
Soenke:
[36:42] Außerirdisch feindlichen Menschen und in die außerirdisch nicht feindlichen Menschen. Die außerirdisch feindlichen Menschen dürfen nie wieder mit Außerirdischen in Berührung kommen und werden so irgendwie isoliert auf dieser Station oder auf dem und die anderen werden dann aufgenommen in die was auch immer und dann kommt noch irgendein großer Reveal, der nicht auf Wikipedia steht. Was mich nur so minimal enttäuscht war, bei dem Quatsch, den ich da gelesen habe, glaube ich nicht. Es ist so enttäuschend wie bei Dune, dass am Ende doch die AI alle nochmal da war, dass es nochmal einen AI-Overlord gab am Ende. Das war auch bei DUNE echt kacke.
Jürgen:
[37:18] Ich habe derweil mal den O’Neill-Zylinder nachgeschlagen. Da gibt es natürlich einen Wikipedia-Eintrag zu. Das liegt alles relativ zeitlich da beieinander. Hier steht, das ist ein Konzept von dem US-amerikanischen Physiker Gerard K. O’Neill und zwar 1976 auch erschienen. Also wir sind immer in der zweiten Hälfte der 70er Jahre. Oder das eine war erste Hälfte 70er Jahre. Also wir sind immer in den 70er Jahren. Und wenn man weiterliest, stellt man aber fest, dass die Idee schon noch ein bisschen älter ist. Denn bereits 1954 gab es den deutschen Wissenschaftler Hermann Obert, der in seinem Buch Menschen im Weltraum, neue Projekte für Rad geht. Dann auch so was. Also eigentlich müsste das Ding Obert-Zylinder heißen.
Jürgen:
[38:01] Und dann gab es in 1970 von Larry Niven, oder Neifen, ich weiß gar nicht, wie man den ausspricht, gibt es den Roman Ringworld, der auch so ein ähnliches Konzept schon beschreibt. Also eigentlich ist Clark nicht der Erste. Er hat es vielleicht am Polersten gemacht, Aber mich hat ja jetzt einfach mal interessiert, wie alt diese Idee schon ist. Das ist ja genauso wie mit dem Weltraumaufzug oder Dyson-Sphäre oder von Neumann-Sonden. Also es gibt so Dinge, die werden immer wieder gerne genommen in Science-Fiction-Romanen, immer wenn es um Think Big geht. Und dass das Ding O’Neill-Zylinder heißt, das habe ich jetzt auch neu gelernt. Danke dir dafür, Sönke. Und mich hat einfach nur mal interessiert, wie alt ist diese Idee? Also sie reicht so von Aufzeichnungen her bis in die 1950er Jahre zurück. Populär gemacht wurde sie eigentlich in den 1970ern. So kann man das zusammenfassen. Und richtig visuell, richtig cool gemacht, sieht man das zum Beispiel am Ende von Interstellar.
Soenke:
[38:57] Ah, scheiße. Wollte ich gerade sagen, ob dir das aufgefallen ist.
Jürgen:
[38:59] Da sieht man so ein Ding, wie cool das aussehen könnte. Genau.
Soenke:
[39:05] Also O’Neill-Zylinder sind also im Eschbachs Herr aller Dinge, da gibt es auch O’Neill-Zylinder. Da werden sie nur beschrieben. Er schickt dann eine Sonde mit seinen Naniten. Also, ich habe wahrscheinlich nicht drüber gesprochen, aber ein sehr gutes Buch mit einem Riesenaufbau, mit einem Ende, an das ich mich nicht erinnere. Also kann es nicht so gut gewesen sein. Es geht generell darum, auf dem Erde werden Naniten gefunden und ein Wissenschaftler bekommt dann die, Fähigkeit, diese Naniten zu kontrollieren und er schickt eine Sonde in den Asteroidengürtel und die bauen da O’Neill-Zylinder, um halt die Überbevölkerungsprobleme zu lösen. Diese Idee ist, du bringst die O’Neill-Zylinder in bestimmte Lagrange-Punkte, wo man dann gut auch, Sonnenenergie abzweigen kann, um die energetisch halt zu stabil zu halten und dann sind das eigentlich so megacoole Maschinen, aber da wird auch in der Geschichte wird das halt aufgebaut und dann vergessen. Anyway, deswegen haben wir auch nie über das Buch oder haben wir vielleicht drüber gesprochen, ich weiß es nicht.
Jürgen:
[40:06] Nee, haben wir nicht. Aber wir haben schon ein paar Mal erwähnt den Roman Delta V. Da wird das auch gemacht in klein Format sozusagen.
Soenke:
[40:17] Wie wir über Delta V reden, ich weiß, wie sehr du das liebst. Ich finde den auch super gut. Warum haben wir den eigentlich besprochen? Nee, haben wir nicht. Wir haben so oft drüber gesprochen und das zählt eigentlich als Besprechung.
Jürgen:
[40:27] Ja, weil es eigentlich nicht lohnt. Delta V und Critical Mass ist eigentlich, nein, pass auf, ist eigentlich so, man könnte sagen, ich würde es einen Konzeptroman nennen, weil es da weniger um die Charakterentwicklung und um irgendeinen, persönlichen Konflikt geht, sondern einfach, dass um eine Idee, eine Utopie, was technisch machbar sein könnte, wurde halt eine Story drumrum gebaut. Und gerade in der Fortsetzung, also da fand ich es sehr voraussehbar, wo ich mir sagte, okay, der wird jetzt da auf der Mondoberfläche einen Unfall haben. Also ich wusste das schon, bevor es passiert. Und genau das ist dann genau so passiert, wie ich es mir gedacht habe.
Soenke:
[41:03] Ist aber egal, genau wie hier ist es auch egal. Es ist auch so, ich würde sagen, so ein Konzept, dann gibt es diese Idee.
Jürgen:
[41:08] Genau, es ist egal. Die Figuren sind so flach, als dass man jetzt großartig Mitgefühl für die haben könnte. Das ist eben, das ist der Haken bei solchen, ich nenne es mal Konzeptromant, ich weiß nicht, ob das der richtige Begriff dafür ist, aber ja, das ist dann manchmal so. Man kann da nicht alles haben. Entweder hast du halt tolle Figuren, mit denen du mitfühlst und mitempfindest und dann fällt die Story dahinter ab, beziehungsweise das Worldbuilding ist nicht so dolle oder die Idee an sich hat irgendwie ihre logischen Lücken. Man kann halt schwerlich alles auf einmal hinkriegen.
Jürgen:
[41:34] Gebt mir übrigens bei Dune auch so. Gebt mir bei Dune übrigens auch so, schon direkt im ersten Roman. Die erste Hälfte ist toll und dann stürzt der Roman in der zweiten Hälfte so ab. Meine Güte. Aber, naja, was weiß ich schon. Dass ich den besten und erfolgreichsten Science-Fiction-Roman aller Zeiten nicht zu würdigen weiß.
Soenke:
[41:50] Wobei du sagst, man kann nicht alles sagen.
Jürgen:
[41:52] Ja, es geht mir bei Rama halt auch so. Mag sein, dass er viele Preise gewonnen hat, aber im Nachhinein denke ich mir so, meh. Ja, egal.
Soenke:
[41:59] Man kann nicht alles haben. Morning Glory, Milking Farm, gell? Ich habe dich nicht gezwungen, das zu lesen, aber da ist alles dran.
Jürgen:
[42:07] Ja, dass ich mich da durchgequält habe.
Soenke:
[42:09] Hast du das gelesen?
Jürgen:
[42:11] Nein, ich habe es mir vorlesen lassen und ich habe mich durchgequält. Aber ich muss auch wirklich sagen, so nach einem Drittel hatte ich keinen Bock mehr. Ist das einfallslos. Meine Güte. Also weißt du, guck mal, wenn du, ich nehme jetzt mal ein tolles Buch, wenn du The Constant Rabbit nimmst, dann ist schon das ziemlich cool. Und dann werden so in der Mitte des Romans werden auf einmal noch andere Figuren dazugefügt. Es gibt nicht nur anthropomorphisierte Hasen, sondern natürlich auch Füchse und andere Wesen. Und dann denkst du dir, oh cool, die Welt ist noch cooler bevölkert, als man sich das vorstellt. Und da, also bei dem Milking Farm Roman, oh meine Güte, nicht auszuhalten.
Soenke:
[42:48] Ja, aber dann könnte man Grey auch…
Jürgen:
[42:50] Darüber müssen wir jetzt wirklich sprechen.
Soenke:
[42:52] Aber man könnte Grey dann auch als Konzeptroman, aber der hat halt…
Jürgen:
[42:56] Was ist ein Konzeptroman?
Soenke:
[42:58] Man könnte Grey… Du erfährst ja auch die Welt. Auch von Fjord. Ja, der tolle.
Jürgen:
[43:06] Ach so, Jasper Ford. Ja, Entschuldigung. Du meinst, nein, nein, der heißt nicht Grey. Der erste heißt Shades of Grey und der zweite heißt Red Side Story. Oder halt Grau und Rot. So heißen sie auf Deutsch. Ganz minimalistisch.
Soenke:
[43:19] Egal, über die haben wir gesprochen. Könnt ihr hören. Wenn der dritte rauskommt.
Jürgen:
[43:22] Die zweiteilige Trilogie.
Soenke:
[43:24] Wenn der dritte rauskommt, dann können wir die anderen ja als rewrite. Als re-reading.
Jürgen:
[43:30] Da wäre ich total baff, wenn er da noch was draus macht. Da wäre ich total baff. Ich fand den richtig coolen Twist am Ende, das fand ich richtig witzig gemacht, dass du erst am Ende raffst, dass die eigentlich alle so Kindergestalt haben. Also, dass die von ihrer Physiognomie ganz, ganz anders sind, als man sie sich die gesamte Zeit vorgestellt hat.
Soenke:
[43:49] Weil das kam im Shades of Grey überhaupt nicht vor.
Jürgen:
[43:54] Weil die so zwergig sind und auf einmal, sie sind so zwergig und haben so Ballonköpfe. Die sehen eigentlich aus wie Kinder. Das ist voll lustig, dass das am Schluss erst verraten wird. Weil du dann so in der Rückschau… Die ganzen Bilder, die du im Kopf hast, musst du alle umchiffrieren, umcodieren. Okay, witzig.
Soenke:
[44:09] Aber es wird in Redside mehr angedeutet als in Grey. Aber bei mir liegt auch einiges dazwischen. Also ich hatte schon in Redside dann das Gefühl, dass irgendwas mit denen anders ist. Ah, das hatte ich in Grey nicht. In Grey dachte ich, das sei nicht.
Jürgen:
[44:27] Aber ich finde es toll, dass sein Redside-Story so viele Sachen auflöst.
Soenke:
[44:31] Ja.
Jürgen:
[44:32] Ganz viele lose Enden auflöst, wo ich mir denke, boah, ist das cool. Und ich weiß gar nicht, ob er bei dem ersten Roman das alles schon im Kopf hatte, sondern dass er sich im ersten Roman einfach nur was Weirdes ausgedacht hat und dann im Nachhinein überlegt hat, okay, wie finde ich das eine plausible Erklärung für all das? Also Hut ab.
Soenke:
[44:48] Ich kann es nicht sagen, aber Hut ab.
Jürgen:
[44:51] Richtig geil gemacht.
Soenke:
[44:51] Oh, Ringworld habe ich auch. Also ich weiß noch nicht warum, also Ringworld ist auch auf einer dieser Listen, also Ringworld habe ich auch gehört und es ist schon ein bisschen anders, aber es ist auch ganz interessant, es ist aber vom Konzept her ähnlich.
Jürgen:
[45:04] Lass mich fragen, fällt Ringwelt, fängt Ringwelt damit an, dass das eher in so einer Mittelalterwelt spielt und dann macht sich jemand auf zu den anderen Welten, ist das so?
Soenke:
[45:12] Nein.
Jürgen:
[45:12] Dann habe ich dann nämlich okay, dann ist das irgendwas anderes, weil, also ich habe so einen Roman angefangen, das war wohl auch Teil eines Zyklus und das hat mir einfach nicht gefallen, dann hatte ich einfach keine Lust mehr, mich weiter damit zu beschäftigen. Ja, okay, dann verwechsel ich das.
Soenke:
[45:27] Also die Menschheit hatte einen Krieg gegen so, sagen wir mal so, irgendeine Kriegerkultur und wir wären fast ausgelöscht worden von denen und dann ist aber so eine andere, ist irgendwas passiert und jetzt leben wir in, relativ stabilen Frieden mit denen. Und es gibt auch so eine dritte Rasse, die wir kennen und das sind so Vögel mit zwei Köpfen und wir wissen aber nicht, wo deren Heimatwelt sich befindet. Und einer von denen kommt und sucht halt einen sehr alten Menschen und eine sehr junge Frau, die auch in so einer Art Liebesbeziehung miteinander sind und einen von diesen, Kriegern und bietet denen an ein Abenteuer. Also es geht um ein Abenteuer. Und dieses Abenteuer ist, sie haben diese, sie haben etwas gefunden, das ist eine Ringwelt. Und was bedeutet das? Dass in dem Sonnensystem existiert nichts außer ein Ring um die Sonne. Ja, also ein Dyson-Ring. Und kein Dyson-Sphäre oder kein Dyson-Schwarm, sondern ein Ring. Und dafür, um den zu bauen, haben sie alle anderen Planeten abgebaut. Und wenn das jemand sich lesen möchte, das ist ein sehr alter Roman, könnt ihr googeln, dann solltet ihr jetzt wirklich aufhören, weil ich spoiler jetzt den Shit aus, den Ding.
Soenke:
[46:50] Wie diese zweiköpfigen Vögel, ja, deren gesamtes Sonnensystem bewegt, also das erfährt man ziemlich am Anfang, dieses gesamte Sonnensystem von dem bewegt sich aus unserer Galaxie raus. Ja, die haben das Sonnensystem beschleunigt und als sie das halt, deswegen konnten sie diese Ringwelt sehen, Und die haben halt die schnellsten Schiffe überhaupt und die sind auch verantwortlich dafür, dass diese kriegerische Zivilisation ein bisschen weniger kriegerisch ist und sie sind auch dafür verantwortlich, dass die Menschen überlebt haben und die züchten. Und zwar, diese Krieger wurden natürlich darauf gezüchtet, extrem stark und kriegerisch zu sein, aber jetzt rate mal, auf was sie die Menschen gezüchtet haben.
Jürgen:
[47:32] Besonders smart zu sein oder als Futter zu dienen für mächtigere Wesen, keine Ahnung.
Soenke:
[47:39] Glück, to be lucky.
Jürgen:
[47:41] Glücklich sein.
Soenke:
[47:42] Nicht glücklich sein, sondern Glück zu haben. Und das hat auch der Hauptcharakter, das ist absolut…
Jürgen:
[47:46] Als Eigenschaft.
Soenke:
[47:47] Ja, als Eigenschaft, ja. Das ist absolut bescheuert. Dann erklärt er halt so statistisch, dass er 100 Generationen halt von dem Mädchen, das dabei ist, haben in der Geburtenlotterie gewonnen. Und das ist unmöglich. und trotzdem ist das so, du kannst 100 Generationen in ihrem zurückgehen und die haben alle in der Geburtenliteration gewonnen und diese Dame hat halt den ganzen Roman Herr Glück also der ganze Roman bewegt sich nur darum, dass sie Glück hat und am Ende stellt sich heraus also was auch, genau genau.
Soenke:
[48:29] Ganz genau, Diese Ringwelt ist deswegen interessant. Also warum fliegt das das Sonnensystem dieser Außerirdischen weg? Warum? Weil, das wissen wir nicht, aber die wissen das schon, der Kern der Mechstraße ist explodiert vor 10.000 Jahren oder so. Nur ist das Lichtgeschwindigkeit auch nur Lichtgeschwindigkeit und deswegen dauert das 100.000 Jahre oder whatever. Also so viel, wie es Lichtjahre sind von bis raus zu uns und die versuchen halt zu entkommen und diese Ringwelt, dieser Ring der Ringwelt besteht aus einem Material, das der sterilisierenden Neutronenstrahlung der Kernexplosion des Sonnensystems gewappnet ist. Und diese Ringwelt steht tatsächlich so…
Jürgen:
[49:19] Der Galaxie.
Soenke:
[49:20] Der Galaxie, des Galaxienkerns. Ja, des Galaxienkerns. Auf jeden Fall steht dieses, Auf jeden Fall steht die halt auch mit der Unterseite zum Kern der Galaxie. Das heißt, alle Leute auf der Ringwelt werden überleben und damit auch das Mädchen. Und deswegen wurde diese Ringwelt gefunden.
Jürgen:
[49:37] Weil sie ja so lucky ist.
Soenke:
[49:38] Korrekt. weil.
Jürgen:
[49:39] Die ja so.
Soenke:
[49:40] Ja und das wird dann alles zusammen alles wirklich wirklich alles alles alles jede Begegnung die sie haben mit irgendwen alles was passiert jeder Unfall alles dass diese Außerirdischen alles hat dann nur damit zu tun dass dieses Glück überlebt indem sie halt auf diesem Planeten da geht und sich dann da von diesen natürlich humanoiden menschenaussehenden Typen dann, vergöttern und so weiter lässt jetzt es ist unglaublich es ist so ich hab so Lust.
Jürgen:
[50:05] Das zu lesen nämlich gar nicht.
Soenke:
[50:06] Ja ich weiß deswegen hab ich gesagt ja Ja.
Jürgen:
[50:10] Okay.
Soenke:
[50:10] Also es ist Ringwelt.
Jürgen:
[50:12] Mhm, okay. Ja, nee.
Soenke:
[50:14] Ich habe keinen Bock auf Kapitelmarken heute. Sollte ich eine Kapitelmarke für Ringwelt setzen? Dann müsste man eigentlich auch eine haben für…
Jürgen:
[50:23] Spoiler-Marke müsste es so setzen oder so.
Soenke:
[50:25] Ja, die Leute können das. Die Leute. Müsst ihr natürlich auch eine haben, natürlich, für Gateway und für Milkingfarm, aber…
Jürgen:
[50:33] Und für andere lesenswerte Nachschlagewerte. Wir machen uns ja nicht mehr so Mühe mit den Shownotes.
Soenke:
[50:40] Doch, Shownotes werden gemacht, nur nicht von dir.
Jürgen:
[50:44] Okay, ja, das ist richtig. Also von mir aus kann ich da bei Gelegenheit auch mal wieder was einpflegen.
Soenke:
[50:52] Ja, kannst du auch. Okay, ich denke, das war’s. Mehr haben wir nicht zu sagen. Schöner Roman erwartet keine Charakterstudien oder Shakespearean, aber es ist sehr schön, wenn man, es ist auf jeden Fall eine Höhe- und Leseempfehlung für einen sehr alten Roman.
Jürgen:
[51:08] Ja, kann man halt mal so wegsnacken, sozusagen. Ich kenne so wenig von Arthur C.
Soenke:
[51:15] Clarke. Ich muss echt überlegen.
Jürgen:
[51:16] Ob ich da überhaupt ein anderes Werk von dem kenne.
Soenke:
[51:18] 36 Stunden Kurzgeschichten und ich muss sagen, das ist das Beste dieser Roman.
Jürgen:
[51:24] Puh, ja, dann habe ich auch keine Lust mehr, andere Sachen zu geben. Ich wünsche, ich hätte nochmal gerne so ein Talent wie Ted Chiang oder so. Wir könnten mal uns über Ken Liu hermachen. Der hat doch auch ein paar Geschichten geschrieben. Warum beschäftigen wir uns? Gibt es von dem eine Anthologie? Da könnten wir uns doch die rauspicken.
Soenke:
[51:41] Irgendwas mit Tiger?
Jürgen:
[51:44] Es gibt halt diese eine mit den Hoolijin. die in Love, Death and Robots verarbeitet wurde. Das ist aber meines Wissens die einzige Geschichte, die ich von ihm dann kenne. Also diese Adaption als Silk-Punk-Film, der sehr, sehr geil durchdesignt ist.
Soenke:
[52:00] Die Anthologie heißt Paper Maché? Paper… Es ist ein Wort für eine Kollektion von Papiertieren. Und es ist eine sehr traurige Geschichte über, das ist dann keine richtige Science-Fiction-Geschichte, sondern es ist darum, dass seine Mutter die Fähigkeit hat, Papiertiere lebendig werden zu lassen. Und es ist dann, ja, was ist sehr traurig, ist eigentlich so eine Geschichte, weil die Mutter irgendwie verschleppt worden ist in die USA.
Jürgen:
[52:26] Ja, jetzt Spoiler nicht alles, dann gucke ich mal.
Soenke:
[52:30] Nee, das ist nicht, es ist wirklich, die Geschichten sind sehr, sehr unterschiedlich von der Qualität her, aber es ist nicht das, was ich, ich hätte es dir ja vorgeschlagen.
Jürgen:
[52:38] Ja, das ist bei, aber es ist bei Ted Chiang auch so, es kann halt nicht alles klasse sein. Warum du zum Beispiel The Life Cycle of Software Objects so toll fandst, die fand ich super langweilig. Kann ich gar nicht verstehen, warum du die so gefeiert hast, aber dafür gibt es halt andere Ted Chiang Geschichten, die einfach absolut brillant sind, wo ich wirklich ehrfurchtsvoll Asche auf mein Haupt, Hut ab, mich in den Staub werfe und sage, boah, okay, never ever werde ich so brillant sein wie Ted Schenk. Ja, bitte?
Soenke:
[53:05] Ja, das auf jeden Fall gilt für uns beide. Kein Ding. Ich kann mich an die Softwareobjekte überhaupt nicht erinnern. Ich weiß, dass ich sie sehr mochte, aber das ist so, wir hatten ja gesagt, man muss auch so auf die Langfristigkeit, ist das jetzt keine Geschichte, an die ich mich erinnere. Ich erinnere mich eher an andere Geschichten, die ich da nicht so gut fand von ihm.
Jürgen:
[53:22] Excellation ist brillant.
Soenke:
[53:23] Ja, Excellation ist…
Jürgen:
[53:26] Diese Machtsgutgeschichte, wo die Papageien sich verabschieden, die ausgerottet werden, die ist toll, ne?
Soenke:
[53:32] Die fand ich absolut naheweilig.
Jürgen:
[53:33] Nein, doch, die finde ich, ich finde die halt, das hat eine Geschichte, die einen so richtig, richtig schön traurig macht. Und natürlich auch dieses mit dem Turmbau zu Babel, die ist einfach sehr, sehr crazy. Seine allererste Geschichte und gleich einen Jugo dafür gekriegt, finde ich auch sehr beeindruckend. Dann diese Geschichte, die so im Dokumentarstil geschrieben ist, also mir fallen die Titel nicht mehr alle ein. Die Geschichte, die im Dokumentarstil geschrieben ist, wo es darum geht, dass du so deinen Sinn für Schönheit ausschalten kannst und was macht das mit den Menschen. Genauso wie die allerletzte Geschichte, bla bla bla, and the rich kids are still winning. Das ist auch so im Pressetext-Stil geschrieben, wo es einfach um das Gedankenexperiment geht. Wenn du irgendwie Leute künstlich superintelligent machen könntest, scheitern die Underdog-Kinder trotzdem nicht daran, dass sie einfach die Möglichkeit nicht haben, aus ihrer Intelligenz was zu machen, weil sie eben aus armen Familien kommen und nicht gefördert werden und so weiter. Auch ziemlich gut.
Soenke:
[54:22] Die mochte ich, aber ich erinnere mich auch nicht an die.
Jürgen:
[54:24] Ja, cool. Dann hör dir doch mal unseren Podcast nochmal an. Wir referieren alle Geschichten durch, fassen die auch kurz zusammen, dann bist du wieder auf dem Laufenden Süd.
Soenke:
[54:33] Wie wäre es, wenn du dir überhaupt irgendwann mal einen Podcast anhörst?
Jürgen:
[54:37] Gelegentlich höre ich mir Podcasts an. Gestern habe ich zum Beispiel wieder einen zum Einschlafen gehört. Das ging um positives Denken und darüber bin ich eingeschlafen.
Soenke:
[54:48] Und damit entlassen wir euch in den Schlaf. Beim nächsten Mal geht es an dieser Stelle um Ninja Scroll versus Black-Eyed Samurai. Und das ist ausnahmsweise kein Buch.
Jürgen:
[55:01] Nee, nee, nee, genau. Ninja Scroll, ganz alter Anime und Black-Eyed Samurai, eine neuere Anime-Serie, die ich zum Beispiel wieder vergessen habe. Da habe ich mir kaum was von gemerkt.
Soenke:
[55:09] Das ist gut.
Jürgen:
[55:09] Weil das einfach nicht so einen Impact hatte.
Soenke:
[55:11] So, und ich lege mich zurück und lasse euch darüber referieren. Du guckst dir Ninja Scroll an und Raphael referiert über Black-Eyed Samurai. Blue-Eyed Samurai.
Jürgen:
[55:20] Okidok.
Soenke:
[55:21] Okidok. Ja, ok, versuchen wir dann.
Jürgen:
[55:22] Alles klar.
Soenke:
[55:23] Viel Spaß.
Jürgen:
[55:24] Wiederhören.
Soenke:
[55:24] Ich habe dir bisher ja durchgehalten. Aber wir haben auch gute Informationen gebracht und sowieso. Ja.
Jürgen:
[55:33] Wir sind einer der hochqualitativsten Science-Fiction oder was auch immer Podcasts und mit über 100 Folgen, das muss ich erstmal sehen lassen.
Soenke:
[55:39] Genau. Oder hören. Ja, hören. Und vor allem, wir sind nicht mehr so strukturiert, wie wir immer waren. Aber dafür mehr amüsant.
Jürgen:
[55:45] Dafür sind wir lebendiger.
Soenke:
[55:46] Fantastisch.
Jürgen:
[55:47] Okay.
Soenke:
[55:48] Jetzt müssen wir mal aufhören.
Jürgen:
[55:49] Ich lege jetzt auf.
Soenke:
[55:52] Nein, ich. Nein, ich. Auf drei. Komm, wir zählen bis drei und dann legen wir gemeinsam auf. Eins, zwei.
Jürgen:
[55:58] Ich habe jetzt aufgehört. Ich habe es aufgelegt.